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Überschrift:
Berühmtes naturwissenschaftliches Werk von Gabriel Doppelmayr in erster Ausgabe 1730
Objektname:
Doppelmayr Historische Nachricht 1730
Verfasser:
Johann Gabriel Doppelmayr (1677 - 1750 in Nürnberg).
Ort:
Nürnberg
Jahr:
1730
Titel:
„Historische Nachricht von den Nürnbergischen Mathematicis und Künstlern, welche fast von dreyen Seculis her Durch ihre Schrifften und Kunst-Bemühungen die Mathematic und mehreste Künste in Nürnberg vor andern trefflich befördert/ und sich um solche sehr
Druck:
Johann Ernst Adelbulner für Peter Conrad Monath
Langtext:

Erste Ausgabe des berühmtesten Werkes von Doppelmayr. Es enthält wertvolle Biographien nebst Literaturangaben über Mathematiker, Instrumentenbauer und Künstler aus dem Kreise Nürnberger Naturwissenschaftler. Das Werk gilt als zuverlässige Grundlage zum Verweis auf anderweitige Quellenschriften und für die Geschichte der Mathematik.
Die Tafeln zeigen Berühmtheiten Nürnberger Kunst, so z.B. den Behaim-Globus – eine Weltkarte in 2 Hemisphären. Die linke Hemisphäre zeigt die alte Welt mit Europa, Afrika und einen Teil von Asien, die rechte Hemisphäre mit Darstellung Südostasiens und Japans. Weitere Abbildungen stellen das Sebaldus-Grab von Peter Visscher, den Englischen Gruß von Veit Stoß, das Sakramentshaus von Adam Krafft sowie eindrucksvoll gearbeitete Springbrunnen und weitere Kunstkammerstücke dar. Die letzten beiden Tafeln enthalten Kupferstichporträts mit Gedächtnis-Münzen, die zu Ehren einiger Mathematiker und Künstler angefertigt worden waren.

Im Text und mit allen Tafeln vollständiges Werk, lediglich zu Beginn fehlt die Widmung an Kaiser Karl VI., die jedoch nicht allen Exemplaren beigegeben wurde.
Großformatiges Werk in einem sehr guten Erhaltungszustand.

Doppelmayr war deutscher Astronom. Er studierte an der juristischen Fakultät der Universität Altdorf, später wechselte er an die Universität Halle und widmete sich nur noch der Mathematik und der Physik. Er wurde später Professor für Mathematik in Nürnberg und im Jahre 1710 Direktor der Eimmartschen Sternwarte in Nürnberg. 1715 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.
Zu seinen Lebzeiten war er vor allem als Mathematiker bekannt. Er gab wichtige Werke zur Instrumentenkunde heraus und übersetzte einige Fachbücher ins Deutsche. Ab 1728 baute er zusammen mit Johann Georg Puschner Erd- und Himmelsgloben. 1742 erschien sein Neuer Himmelsatlas, in dem auf prächtigen Karten das astronomische Wissen seiner Zeit zusammengefasst ist.

LAYOUT
Ein- und zweispaltiger Druck. Arabische Paginierung. Blattgröße: 35,5 x 22 cm, Satzspiegel: 29 x 15,5 cm.

KOLLATION / ILLUSTRATION
10 nicht nummerierte Blatt, incl. Titel in rot/schwarzem Druck, Vorrede und Namensverzeichnis, 314 nummerierte Seiten, 9 nicht nummerierte Blatt Register, 15 Kupfertafeln (davon 3 doppelblattgroße und 1 gefaltete), gestochene Titelvignette und einige gestochene Kopfvignetten.

EINBAND
Dunkelbrauner Ganzledereinband der Zeit mit geprägtem Rückentitelschild. Deckel und Gelenke etwas berieben, Ecken bestoßen. Kapitale oben und unten mit älterem Leder dezent hinterlegt. Buchblock fest und stabil. Dreiseitiger rot gesprenkelter Schnitt. Großfolio. Maße: 36,5 x 24 x 4 cm.

ZUSTAND
Seiten gleichmäßig und nur wenig gebräunt, stellenweise minimal fleckig. Erste 7 Blatt im Außenrand mit schwachem Wasserfleck. Letzte 5 Blatt des Registers sowie 5 Tafeln außen mit Wasserrand. Sonst sehr sauber. Kräftiger Druck und festes Bütten.   

NACHWEIS
Deutsches Museum, Libri rari 87; DSB IV, 166; Besterman 3726; Petzholdt 522.

UNBEDENKLICHKEITSERKLÄRUNG
Hiermit wird die einwandfreie Herkunft des vorliegenden Werkes bestätigt.
Das Werk ist zum Zeitpunkt des Verkaufs frei von Rechten Dritter.

Artikelnummer:
N510
Währung:
EURO
Preis:
1700 EURO